Radioaktivität (Alpha-, Beta- und Gammastrahlung, Radon)

SBM 2015 Richtwerte für Schlafbereiche

un-auffällig

schwach auffällig

stark auffällig

extrem auffällig

Impuls- bzw. Dosisleistungserhöhung in Prozent [%]

< 50

50 - 70

70 - 100

> 100

Radon in Bequerel pro Kubikmeter [Bq/m³]

< 30

30 - 60

60 - 200

> 200

Werte bezogen auf die lokale Umgebungsstrahlung, mindestens jedoch auf 0,8 mS/a bzw. 100 nSv/h (Durchschnitt in Deutschland), bei deutlich höherer Umgebungsstrahlung gilt eine geringere prozentuale Äquivalentdosisleistungserhöhung.

Ursache: Baumasse, Steine, Fliesen, Schlacken, Aschen, Altlasten, Geräte, Antiquitäten, Lüftung, geologische Bodenstrahlung, Umwelt… Radioaktivität gibt es in geringen Mengen überall. In der Erde, im Körper und in der Luft finden sich überwiegend natürliche radioaktive Elemente (Radionuklide) aus der Thorium- (Th-232) und der Uran-Radium-Reihe (Ra-226) sowie das Kalium (K-40).

  • Radioaktive Strahlung: Aktivitäts-Messung radioaktiv auffälliger Baustoffe, Materialien, Geräte, Einrichtungen… und/oder vergleichende Erfassung der Impulszahlen der Alpha-, beta- und Gammastrahlung. Mit Dosisleistungsmessgeräten (Geiger-Müller-Zähler, Großflächendetektor, Proportionalzähler, szintillationszähler…). Das Messgerät sollte mindestens den Bereich der umweltrelevanten Gammaenergie von 50 keV bis 1,3 MeV erfassen. Pro Messung sind aufgrund der erforderlichen statistischen Genauigkeit im Niedrigdosisbereich mindestens 1.000 Impulse pro Messpunkt nötig. Nachweisempfindlichkeit wenigstens 100 nSv/h (besser weniger), Fehlertoleranz +/- 25 %, empfohlene Grundempfindlichkeit 40 Impulse pro Minute bei 100 nSv/h, Nulleffekt (Detektoreigenrauschen) < 50 % bei 100 nSv/h.

  • Radon: Luft-Messung von Radon-auffälligen bzw. –verdächtigen Gebäuden, Räumen, Materialien und Grundstücken (vorprüfungen, Kurzzeitmessungen, Langzeitmessungen, Exhalationsmessungen, Bodengasmessungen). Mit direkt anzeigenden Radonmonitoren, Radon-Tochternuklid-Spektrometern, Passivdosimetern, Kernspur-Exposimetern.